Der größte Google-Ads-Fehler: Auf Conversions optimieren, obwohl keine da sind
Es ist traurig und krass zugleich: In 80% der Fälle, nachdem ich Google-Ads-Konten übernehme oder analysiere, sehe ich immer wieder denselben Fehler. Unabhängig davon, ob das Konto von einer Agentur, einem Freelancer oder einem internen Marketing-Team betreut wird.
Die Kampagnen sind zwar strukturiert
Das Tracking ist mehr oder weniger sauber eingerichtet
Smart Bidding ist aktiviert
Wieso performen die Kampagnen dann nicht so wie ich gerne hätte?
Aber:
Die Reichweite bleibt gering
Die Klickpreise schwanken stark
Das Budget wird unzuverlässig ausgegeben
Die Kampagne wirkt träge – sie „klebt“
Der Grund dafür:
Die Kampagne optimiert auf Conversions oder Conversion Wert – obwohl es dafür viel zu wenige gibt.
Ehrlicherweise muss ich 2 Dinge klarstellen:
Dieser grösste Google Ads Fehler betrifft hauptsächlich Lead-Gen Kampagnen.
Google Ads empfiehlt im Dashboard häufig Smart Bidding anzuwenden mit 1 Klick.
Verführt Google hier die Werbetreibenden bewusst? Die Antwort überlasse ich Ihnen.
Warum Google Ads mit zu wenigen Conversions nicht lernen kann
Google Ads ist kein Wunschkonzert. Es ist ein statistisches System und damit Smart Bidding performt, braucht Google:
ausreichend Conversion-Volumen
ähnliche Conversions (gleicher Typ, gleiche Qualität)
zeitliche Nähe
genügend Auktionen, um Muster zu erkennen
Wie viele Conversions Google Ads wirklich braucht
Aus der Praxis hat sich eine Faustregel etabliert:
Unter etwa 30 Conversions pro Monat und Kampagne kann Google nicht sinnvoll optimieren.
Nicht, weil der Algorythmus „schlecht“ ist. Sondern weil Statistik unterhalb dieser Schwelle von grob 30 Conversions pro Monat nicht belastbar ist.
Wer trotzdem auf Smartbidding “Conversion-Optimierung” setzt, verlangt von Google Entscheidungen ohne Datenbasis.
Was passiert, wenn man zu früh auf Conversion-Optimierung setzt
Das Verhalten ist in fast allen betroffenen Konten identisch:
Google wird extrem selektiv
Impressionen brechen ein
Reichweite sinkt
CPCs steigen
Kampagnen bleiben dauerhaft in der Lernphase
Für viele fühlt sich das dann so an:
„Google Ads funktioniert bei uns nicht.“
In Wahrheit funktioniert Google Ads exakt so, wie es soll –
nur mit zu wenig Input.
Conversion-Optimierung ist kein Standard-Setting
Ein weit verbreiteter Denkfehler lautet:
„Wenn mein Ziel Conversions sind, muss ich auch auf Conversions optimieren.“
Das klingt logisch.
Ist aber in vielen Phasen eines Kontos falsch.
Smart Bidding ist ein Präzisionsinstrument
Man kann es so formulieren:
Maximale Conversions ist kein Turbo, sondern ein Skalpell.
Es funktioniert hervorragend –
aber nur, wenn genügend saubere Signale vorhanden sind.
Wer Conversion-Optimierung zu früh einsetzt, schneidet dem System genau die Daten ab, die es zum Lernen braucht.
Typische Szenarien, in denen Conversion-Optimierung zu früh ist
Dieser Fehler tritt besonders häufig auf bei:
hochpreisigen Produkten (Hausbau, Beratung, B2B)
langen Entscheidungszyklen
neuen Kampagnen oder neuen Märkten
geringem Suchvolumen
Conversions weit unten im Funnel (Termin, Kauf, Vertragsabschluss)
Gerade hier ist Conversion-Optimierung nicht falsch –
sondern zeitlich falsch.
Die richtige Phase für Conversion-Optimierung
Professionelles Performance Marketing arbeitet nicht mit Dogmen, sondern mit Phasen.
Phase 1: Signal aufbauen
Ziel: Daten sammeln und Lernfähigkeit herstellen.
Empfohlene Gebotsstrategien:
Maximale Klicks
manueller CPC (optional mit eCPC)
Wichtig in dieser Phase:
klare, intent-starke Keywords
hohe Anzeigenrelevanz
saubere Landingpages
Conversion-Tracking aktiv, aber nicht als Steuerungsbasis
In dieser Phase geht es nicht um Effizienz, sondern um Lernfähigkeit.
Phase 2: Stabilisieren
Ziel: Wiederholbarkeit herstellen.
Merkmale:
steigende Conversion-Frequenz
ähnliche Conversion-Typen
erste erkennbare Muster
Jetzt beginnt Google zu verstehen, wer konvertiert – noch nicht perfekt, aber ausreichend.
Phase 3: Conversion-Optimierung
Erst jetzt ist der Zeitpunkt für:
Maximale Conversions
Ziel-CPA
wertbasierte Gebotsstrategien
In dieser Phase ist Conversion-Optimierung ein Hebel.
Davor ist sie eine Bremse.
Checkliste: Wann Conversion-Optimierung sinnvoll ist
Conversion-Optimierung ist sinnvoll, wenn:
mindestens 20–30 Conversions pro Monat vorhanden sind
die Conversions vergleichbar sind
genügend Suchvolumen existiert
Google ausreichend Auktionen sieht
das Tracking technisch sauber läuft
Conversion-Optimierung ist ein Fehler, wenn:
nur 1–5 Conversions pro Monat entstehen
die Kampagne neu ist
der Sales-Prozess komplex oder lang ist
die Conversion sehr weit unten im Funnel liegt
Google kaum Daten zum Lernen hat
Diese Checkliste allein erklärt bereits viele stagnierende Konten.
Typische Fehler in Google-Ads-Konten von Agenturen
In vielen Accounts, die wir übernehmen, sehen wir:
Conversion-Optimierung aus Prinzip
Ziel-CPA ohne Datenbasis
Kampagnen mit zu wenig Volumen
falsche Erwartungshaltung gegenüber Smart Bidding
Der Fehler ist selten böse Absicht.
Oft ist es gut gemeint – aber technisch falsch umgesetzt.
Oder anders gesagt:
Gute Google-Ads-Konten erkennt man nicht daran, dass sie auf Conversions optimieren.
Sondern daran, wann sie es tun.
Fazit: Conversion-Optimierung ist ein Zielzustand, kein Startpunkt
Conversion-Optimierung ist kein Standard-Setting.
Sie ist ein Reifegrad.
Wer sie zu früh erzwingt, beraubt Google Ads genau der Daten, die es braucht, um besser zu werden.
Wer stattdessen bereit ist, zunächst Signale aufzubauen, profitiert langfristig von:
stabileren Kampagnen
besserer Ausspielung
niedrigeren Kosten
und am Ende: mehr echten Conversions
Das ist kein Trick.
Das ist sauberes, reifes Performance Marketing.
Ein externer Leiter Marketing übernimmt die strategische Marketingverantwortung und führt Zahnarztpraxen strukturiert und messbar.
Marketing braucht Führung – nicht mehr Massnahmen.
Viele KMU und Zahnarztpraxen investieren kontinuierlich in Marketing, ohne dass jemand die Gesamtverantwortung übernimmt. Kampagnen laufen, Budgets werden ausgegeben – aber klare Prioritäten, saubere Zahlen und echte Steuerung fehlen.
Ein externer Leiter Marketing schliesst genau diese Lücke: Er übernimmt die strategische Verantwortung, definiert messbare Ziele und sorgt dafür, dass Marketing nicht „gemacht“, sondern geführt wird.
Wenn Sie Marketing nicht länger dem Zufall überlassen möchten, ist dieses Gespräch der richtige nächste Schritt.
Kostenloses Erstgespräch buchenWirkung vor Aktionismus: Der externe Leiter Marketing sorgt für klare Ziele, abgestimmte Massnahmen und messbare Ergebnisse – statt vieler Aktivitäten ohne echten Nutzen.
Marketing braucht Führung – nicht mehr Massnahmen.
Viele KMU und Zahnarztpraxen investieren kontinuierlich in Marketing, ohne dass jemand die Gesamtverantwortung übernimmt. Kampagnen laufen, Budgets werden ausgegeben – aber klare Prioritäten, saubere Zahlen und echte Steuerung fehlen.
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✔ Übernahme der strategischen Marketingverantwortung
✔ Klare Zieldefinition, Priorisierung & Steuerung
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Schnelle Fragen und Antworten zum Thema Google Werbung Kosten
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Ein externer Leiter Marketing übernimmt die strategische und operative Marketingverantwortung, ohne Teil der internen Organisation zu sein. Er definiert Ziele, priorisiert Massnahmen, steuert Kanäle und ist für messbare Resultate verantwortlich – ähnlich wie eine interne Marketingleitung, aber ohne Fixkosten.
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Agenturen setzen Massnahmen um.
Ein externer Leiter Marketing führt das Marketing als Funktion: Er entscheidet, welche Massnahmen sinnvoll sind, priorisiert nach Wirkung und steuert interne oder externe Umsetzer. Die Verantwortung liegt bei einer Person, nicht verteilt auf mehrere Dienstleister. -
Vor allem für:
inhabergeführte KMU
Zahnarztpraxen und medizinische Praxen
Unternehmen mit 5–100 Mitarbeitenden
Überall dort, wo Marketing wichtig ist, aber eine interne Senior-Stelle zu teuer oder riskant wäre.
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Typische Aufgaben sind:
Definition klarer Marketingziele
Auswahl und Priorisierung der richtigen Kanäle
Steuerung von Google Ads, SEO, Inhalten oder Agenturen
Definition von KPIs und sauberes Tracking
Regelmässiges Reporting und Optimierung
Kurz: Marketing wird geführt, nicht nur umgesetzt.
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Nicht an Likes oder Reichweite, sondern an:
qualifizierten Anfragen
Terminbuchungen
Kosten pro Anfrage oder Patient
Auslastung bestimmter Leistungen
Die Kennzahlen sind praxisnah, verständlich und steuerbar.
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Das hängt vom Ziel ab. Typisch sind:
8–10 Stunden: Stabilisierung & Kontrolle
15–20 Stunden: gezieltes Wachstum
30–40 Stunden: volle Marketingverantwortung
Das Modell ist monatlich skalierbar und jederzeit anpassbar.
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Dieses Modell passt nicht, wenn:
Marketing nur „nebenbei“ laufen soll
keine Zahlen gemessen werden möchten
Entscheidungen ständig vertagt werden
schnelle Wunder ohne System erwartet werden
Ein externer Leiter Marketing arbeitet mit Unternehmen,
die Marketing als unternehmerische Führungsaufgabe verstehen.